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Theater in der Aula am 8.3.2010: "Nein! - Ein Stück über Gewalt in der Familie", gespielt vom "Weimarer Kulturexpress"

von Karin SteinZuletzt verändert: 18.03.2010 22:30

Theater in der Aula des Franz-Jürgens-Berufskollegs Das Theaterstück "Nein! - Ein Stück über Gewalt in der Familie" ist ein "altersgerechte(s) Gegenwartsstück". Der "Weimarer Kultur-Express" - ein freies Tourneetheater - bietet "sozial engagiertes Theater", das die "Probleme der Jugendlichen [...] durch bildliche Vergleiche und Diskussionsrunden" anspricht, aber auch "Spaß am Theater" wecken" will.

"Nein!" - Ein Stück in der Familie

"'Bei uns gibt es so etwas nicht!' - Diese Reaktion ist genauso häufig zu hören wie 'Wieso hat das keiner verhindert? Das kann doch nicht unbemerkt geblieben sein!'

Es gibt Statistiken, die davon ausgehen, dass in jeder Klasse durchschnittlich mindestens drei Kinder oder Jugendliche sitzen, die von wiederholter, massiver häuslicher Gewalt, Misshandlung und Missbrauch betroffen sind. Jugendliche, die schon zuhause Gewalt erfahren, werden meistens auch Opfer von Gewalt in der Schule oder auf dem Schulweg.

Je nach Schule haben acht Prozent bzw 30 Prozent aller Schülerinnen und Schüler persönliche Gewalterfahrungen in der Umgebung der Schule. Wenn man Lehrer und Schüler befragt, wird aber trotzdem nicht selten beschwichtigt. 'Nein, so etwas gibt es bei uns nicht.' Angst, Unsicherheit, Ohnmachtsgefühle und Scham verschließen Münder, Augen und Ohren."

Die Theatergruppe möchte mit ihrem Stück "Nein!" helfen, "die Diskussion an der Schule zu eröffnen oder zu vertiefen" und ein "Angebot machen, alternativ zum Unterricht" das Thema zu behandeln. Die Inszenierung bietet eine "theatralische und damit unmittelbare und direkte Konfrontation mit der Problematik, die zum Nachdenken, Diskutieren und Handeln anregt."

Das Stück handelt von zwei Geschwistern, die im Keller eingesperrt sind, schon zum wiederholten Mal. Die Tochter will sich die "Tyrannei des Vater" nicht mehr gefallen lassen und fliehen. "Alles ist besser, als weiterhin dem Vater ohnmächtig und hilflos ausgeliefert zu sein." Der Bruder stellt sich gegen sie. Auch er leidet unter der "Willkür, Brutalität und den Schlägen des Vaters", ihn "verbindet aber auch eine Komplizenschaft mit ihm - und er hat Angst vor den Konsequenzen." Die Schularztuntersuchung führt dazu, dass die Lehrerin zuhause anruft. Dadurch spitzen sich die Ereignisse zu. Die Geschwister können sich am Ende aus dem Keller befreien, "doch es kommt anders als sie dachten."

Für die teilnehmenden Klassen stehen Materialien zur Verfügung.

Die Aufführung wird durch das Schulverwaltungsamt - Referat Schule, Beruf und Kultur - gefördert.

 

Bilder der Aufführung

 
www.duesseldorfer-schauspielhaus.de

www.junges-schauspielhaus.de

www.neuestendenztheater.de

www.forum-freies-theater.de 

www.der-kulturexpress.de